Seltene Lungenerkrankungen Teil 2: Sarkoidose und Lungenhochdruck

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Seltene Lungenerkrankungen Teil 2: Sarkoidose und Lungenhochdruck

Vor einigen Wochen haben wir uns hier im Blog schon einmal mit seltenen Lungenerkrankungen beschäftigt. Der Grund: Viele dieser Krankheiten bekommen viel zu wenig Aufmerksamkeit, obwohl mehr Menschen von ihnen betroffen sind, als viele denken.

Heute stellen wir Ihnen zwei weitere seltene Lungenerkrankungen vor: Sarkoidose und Lungenhochdruck.

Sarkoidose – Knötchen auf der Lunge

Die Sarkoidose wird auch als Morbus Boeck bezeichnet. Es handelt sich um eine Krankheit, bei der sich entzündliche Knötchen an inneren Organen bilden. Die Lunge ist besonders häufig betroffen, die Knötchen können aber auch an allen anderen Organen auftreten. Die Symptome sind oft lange Zeit unspezifisch: Gelenkschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellungen, Müdigkeit, Husten und später Atemnot treten auf. Die entzündlichen Prozesse können außerdem die Funktion der betroffenen Organe einschränken.

Sarkoidose kommt sowohl in akuter als auch in chronischer Form vor. Die chronische Form ist mit etwa 70% der Fälle allerdings deutlich häufiger. Wie gut die Krankheit zu behandeln ist, hängt stark von der individuellen Ausprägung ab. Die akute Sarkoidose heilt oft ohne Behandlung ab, und auch die chronische Verlaufsform bessert sich oft innerhalb einiger Jahre von selbst. Schreitet sie jedoch fort, werden entzündungshemmende Medikamente – zum Beispiel Kortisonpräparate – notwendig.

Lungenhochdruck – gefährliche Belastung

Unter dem „kleinen Kreislauf“ im menschlichen Körper versteht man den Blutkreislauf vom Herzen zur Lunge und wieder zurück. Bei einem Lungenhochdruck (auch pulmonale Hypertonie genannt) ist genau dieser Kreislauf gestört. Besonders häufig liegt dem Lungenhochdruck ein Herzleiden zugrunde, es gibt aber auch andere Ursachen.

Die Betroffenen fühlen sich schlapp und müde, leiden an Schwindelgefühlen und Atemnot. Je nach Ausprägung kann die Krankheit lange Zeit stabil bleiben oder sich in kurzer Zeit zu einem lebensgefährlichen Rechtsherzversagen ausweiten. Wichtig für die Behandlung ist eine Ausschaltung aller Risikofaktoren, die Herz und Lunge weiter schädigen können.

Patienten sollten deshalb (wie bei allen Lungenkrankheiten) unbedingt das Rauchen aufgeben. Auch ein Abbau von Übergewicht und die Vermeidung zu starker körperlicher Belastungen sind meist notwendig. Wichtig für die Therapie ist außerdem die möglichst optimale Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankungen.

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